Kinder von Müttern im Teenageralter, von Frauen und Männern über 40 und von Partnern mit einem großen Altersunterschied zwischen ihnen haben ein höheres Risiko für Autismus-Spektrum-Störungen, berichtet Molecular Psychiatry.

Eine internationale Studie mit mehr als 5,5 Millionen Kindern (etwa 30.000 mit Autismus diagnostiziert), die zwischen 1985 und 2004 in Dänemark, Israel, Norwegen, Schweden und Australien geboren wurden, hat ergeben, dass das Alter der Eltern ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung von Autismus-Spektrum-Störungen ist.

Ein Forscherteam, das von der US-Organisation Autism Speaks finanziert wurde, fand heraus, dass Kinder, die von Männern über 40 gezeugt wurden, mit 28 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Autismus haben, und dass die Wahrscheinlichkeit, von Vätern in den 50ern gezeugt zu werden, um 66 Prozent höher ist als bei Männern, die sich für Kinder in ihren 20ern entscheiden.

Es hat sich herausgestellt, dass auch das fortgeschrittene oder zu junge Alter der Mütter ein Nachteil ist. Frauen, die nach dem 40. Lebensjahr entbinden, haben ein um 15 Prozent erhöhtes Risiko, dass ihre Kinder an Autismus erkranken, verglichen mit Frauen, die in ihren Zwanzigern entbinden. Bei Müttern im Teenageralter ist das Risiko um 18 Prozent höher.

Auch bei einem großen Altersunterschied zwischen den Eltern ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Kinder an Autismus erkranken. Die risikoreichste Kombination ist ein Vater im Alter von 35 bis 44 Jahren und eine Mutter, die 10 oder mehr Jahre jünger ist. Die Wahrscheinlichkeit von Autismus ist jedoch auch höher, wenn sich eine Frau in ihren 30ern für ein Kind mit einem Mann entscheidet, der viel jünger ist als sie selbst.

Das höhere Autismusrisiko bei Kindern von Vätern über 50 steht im Zusammenhang mit genetischen Mutationen in den Spermien. Es ist nicht bekannt, warum ein fortgeschrittenes Alter der Mutter oder ein großer Altersunterschied zwischen Mutter und Vater ebenfalls mit einer erhöhten Erkrankungswahrscheinlichkeit korreliert.

Obwohl das Alter der Eltern ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Autismus ist, dürfen wir nicht vergessen, dass sich die meisten Kinder älterer oder jüngerer Eltern völlig normal entwickeln, schließt Studienmitautor Dr. Sven Sandin vom Karolinska-Institut in Schweden.


Quelle:

  • https://www.medonet.pl/zdrowie/wiadomosci,badanie–wiek-rodzicow-a-ryzyko-autyzmu-u-dzieci,artykul,1715800.html