Ältere Frauen haben ein höheres Risiko, Kinder mit Autismus zur Welt zu bringen, aber das Risiko ist für ältere Väter nur höher, wenn die Mutter jung ist, berichten US-Forscher in der Zeitschrift Autism Research.

Das Risiko, dass eine 40-jährige Frau ein autistisches Kind zur Welt bringt, ist um 50 Prozent höher als bei einer Frau im Alter von 25 bis 29 Jahren, so die Forscher der Universität von Kalifornien, die sich entschlossen haben, die Daten von fast 5 Millionen Kindern und 12 159 Fällen von Autismus zu untersuchen. Bei Vätern ist das Risiko nur dann ähnlich hoch, wenn die Mutter unter 30 ist.

Dies sind weitere Studien, die sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Alter der Eltern und dem Autismus des Nachwuchses befassen. Sie stehen im Gegensatz zu den Ergebnissen einer 2006 in Israel durchgeführten Studie. Damals gingen die Autoren davon aus, dass Kinder von Männern über 40 eine bis zu sechsmal höhere Wahrscheinlichkeit haben, Autismus zu entwickeln.

Angesichts der wachsenden Zahl autistischer Kinder in den Vereinigten Staaten liegt der Schwerpunkt auf der Ermittlung der Faktoren, die zu den Symptomen beitragen können.

Solche Forschungen werden u. a. von Dr. Irva Hertz-Picciotto durchgeführt, die erklärt, dass sich mit zunehmendem Alter der Eltern mehr Giftstoffe im Körper ansammeln. Diese Giftstoffe wiederum bleiben von den Eizellen und Spermien nicht unbeeinflusst. Darüber hinaus leiden ältere Mütter eher an Autoimmunerkrankungen und sind anfälliger für Schwangerschaftsdiabetes. Dr. Hertz-Picciotto weist auch darauf hin, dass ältere Eltern häufiger eine Unfruchtbarkeitsbehandlung hinter sich haben. All diese Faktoren können die Entwicklung von Autismus bei einem Kind beeinflussen.

Neben dem Alter der Eltern berücksichtigen die Forscher eine ganze Reihe von Umweltfaktoren. Sie berücksichtigen unter anderem auch frühere Infektionen, Behandlungen, Ernährung und eingenommene Nahrungsergänzungsmittel. Spezialisten des US National Institute of Mental Health wiederum beabsichtigen, in naher Zukunft die Genome von Hunderten von Kindern und ihren Eltern zu sequenzieren, um mehr über die genetischen Grundlagen autistischer Störungen zu erfahren.


Quelle:

  • https://www.medonet.pl/zdrowie/wiadomosci,wiek-rodzicow-a-ryzyko-autyzmu-u-dziecka,artykul,1598789.html